Amorbach und Egoismus – Amorbach and Egoism

20070529_odenwald
Der Egoismus scheint mir in Amorbach i. Odw. sehr verbreitet zu sein. Man ärgert sich über das neue Weilbacher Gewerbegebiet in unmittelbarer Nähe (siehe Karte) und möchte keine “lauten” Motorräder auf der Strasse Richtung Michelstadt sehen.

Robin Haseler berichtete schon Hier, Hier und Hier vom Gewerbegebiet Weilbach Süd. Bilder gibt es Hier, Hier und Hier. Das direkt an der Stadtgrenze von Amorbach sich Gewerbe niederläßt, hört sich doch zuerst gut an! Da Arbeitsplätze in der Umgebung dünn gesät sind. Und das Logistikunternehmen C. E. P. L. Michelstadt GmbH hat bereits mit dem Bau einer Lagerhalle begonnen. Das nun ein paar Leute oberhalb vom Amorsbrunn beim Frühstücken auf eine architektonisch eher wirtschaftlich designte Lagerhalle blicken müssen ist mir gerade mal EGAL! Und das sich Leute aus demselben Quartier über die “dröhnenden” Motorräder auf der B47 von Amorbach nach Michelstadt (siehe Karte) aufregen finde ich lächerlich! Die Strecke soll nach Vorstellungen mancher Amorbacher für Motorräder gesperrt werden! Aber mal ganz ehrlich: hilft das!?
Die Strecke ist bei Motorradfahrern sehr beliebt und schön zu fahren. Es gibt leider auch des öfteren Unfälle, da die Straße sehr kurvenreich ist. Aber das macht sie eben so interessant für Zweiradfahrer. Und diese kommen häufig aus dem Frankfurter Raum um einen Tagesausflug in den Odenwald zu machen. Wäre die Strecke gesperrt, würden einige einfach Amorbach meiden und Amorbach verliert weiter an Attraktiviät.
Probleme verlagern kann aber nicht die Lösung der Amorbacher Sorgen sein! Auf die Angekündigte Sperrung der B47 für Motorradfahrer folgte ein Weilbacher Gegenschlag: das Ohrnbachtal Richtung Vielbrunn (siehe Karte) sollte demnach ebenfalls für Motorräder gesperrt werden. Somit hätten Motorradfahrer wenige Möglichkeiten mehr über schöne Strassen Richtung Amorbach zu fahren. Wer profitiert denn bitte von dieser Lösung? Ein paar Leute, die beim Grillen Sonntag nachmittags nurnoch die LKW’s und getunten Opel Astra’s die B47 den Berg hochjagen und mindestens genausoviel Lärm machen! Wahrscheinlich fährt der Nachbarsjunge, der Nachts in den Club nach Aschaffenburg, Frankfurt oder Darmstadt geht nicht gerade leiser nach Hause, und das zu einer unchristlichen Zeit!

Touristen: ja BITTE! Unannehmlichkeiten: nein DANKE! scheint mir der Slogan!
Aber schneidet man sich so nicht ins eigene Fleisch? Schuldige suchen, Verbote aussprechen! Feststellen, dass sich nichts ändert und weiter Schuldige suchen. Das lobe ich mir am Konservatierven.

Amorbach ist Veränderung so abgeneigt, wie Edmund Stoiber! Ich kann es nicht ertragen, dass man immer einen Buh-Mann braucht, und sich nicht mal an die eigene Nase fasst und sich überlegt, ob das Problem auch Hausgemacht sein könnte!

Städteplanerisch ist Amorbach übrigens ein Käsekuchen. Die “Innenstadt” wird wohl bald so beliebt sein, wie ein 5 wochen altes Banana-Split mit Schokosoße!
Ich glaube es muss ein kleines Wunder geschehen, damit man mal über den Tellerrand schaut und die Kurve kriegt. Bis dahin schaue ich der Titanic beim Absaufen zu…

in diesem Sinne….

This post is about the problems of a small town called Amorbach. People are upset, because of a new comercial area next to the city. This area belongs to Weilbach, a village 4km away. Now people complain about the ugly storage hall, which is not really nice to look at, but brings work to an area with high unemployment rate. Anyhow… if you read this text, you ll probably never come to see this small town of Amorbach.

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