Architektur Urlaub Schweiz – architectural holiday switzerland

20090912_Basel_Stellwerk_HerzogDeMeuron 20090912_Basel_Wohnhaus 20090912_Basel_MillerMaranta 20090912_Basel_ParkhausZossen 20090912_Basel_Einfahrt

Urlaub von der Architektur? Ganz im Gegenteil! Mein diesjähriger Kurzurlaub in der wunderbaren Schweiz war von architektonischen Highlights nur so gespickt. Am kleinsten der drei Jura-Seen – dem Murtensee – erlebten wir (drei Leute vom Fach), vier wunderbare herbstliche Tage am See. Das Wetter spielte mit und so machte es richtig Spass raus zu gehen. Selbst das Wasser war zum Schwimmen noch unterhalb der Schmerzgrenze und eine wahre Erfrischung.
Die Anreise im eigenen PKW führte uns als erstes nach Basel, dann über Bern zum Murtensee und auf dem Rückweg über Bern-Herrenschwanden und Basel wieder Richtung Darmstadt. Nach unserem Treffpunkt in Basel – dem Stellwerk der Architekten Herzog und DeMeuron – südwestlich des Hauptbahnhofs Basel folgte ein Spaziergang durch ein Wohngebiet in Richtung Schwarzpark (Wohnungsbauprojekt von Miller & Maranta). Vor Ort wirken fast alle hochglanz-publizierten Gebäude ganz bodenständig und normal. Basel ist ja eine Hochburg moderner Architektur und ein Spielplatz für Architekten. Das Vitra-Design Museum in dem Architektur-Mekka Weil am Rhein besuchten wir dieses Mal nicht. Unser Weg durch Basel führte uns in die St.Alban Anlage zum Parkhaus Zossen vom Architekt Otto Senn gebaut. Dieses Parkhaus (gebaut 1935-38) wurde in den Achzigern zu einem Wohnhaus umgebaut und ist heute auf den ersten Blick nicht mehr als Parkhaus erkennbar.

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Eingeladen waren wir im einem Wohnhaus des Architekten Urs Bürki am Murtensee. Das Haus wurde 1965 errichtet und besteht aus Standardisierten Beton-Fertigteilen. Die verglaste Fassade besteht aus Einfachverglasung welche von Betonrahmen gehalten wird. Ebenso wie die Betonteile sind die Sanitärzellen vorgefertigt und standardisiert. Die Treppenhäuser sind vorgesetzt und gemauert und verputzt. Die Stufen der Wendeltreppen in den Treppentürmen sind identische Betonteile. Jedes Detail in diesem Haus wirkt durchdacht und lässt auch nach über 40 jahren Architektenherzen höher schlagen, auch der Zahn der Zeit an dem begrünten Flachdach zu nagen beginnt.

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Unser Rückweg führte uns über Bern, welches wie Murten eine “Zytglogge” (Zeitturm auf der Hauptstsaße) hat. Auch wenn es nur eine original Zytglogge gibt (die in Bern), sieht die Verison in Murten aus wie der kleine Bruder. Ebenso ist der Baustil der Hauptstrasse/gasse identisch dem in Murten, Häuser schlank und tief, direkt aneinandergebaut, breite Arcaden und einen großen Dachüberstand. Die Landeshauptstadt Bern präsentiert sich wesentlich größer und wohlhabender, jedoch mit dem gleichen Charme wie Murten.

Schlussendlich kann ich jedem einen Architektonischen Kurzurlaub in die Schweiz ans Herz legen. Auch wenn nicht jeder von Highlights wie der Halensiedlung von Atelier 5 in Bern-Herrenschwanden genausoviel abgewinnen können. Die Schweiz ist und bleibt eine Hochburg für exzelente Architektur!

Dieser Post ist ein Beitrag zur Blog-Parade von www.schonleben.de

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