Mein Dachau – my Dachau


Mit dem Ziel einen Tag lang Dachau zu erkunden machte ich mich morgens auf den Weg in das 20 Kilometer vor den Toren Münchens liegende idyllische Städtchen. Ich durchstreifte die Dachauer Altstadt, und versuchte nicht auf den Touristenpfaden >>mein Dachau<< zu entdecken. Nicht die üblichen, aufwendig renovierten Rathaus- und Schlossfassade abzulichten, sondern meine Eindrücke festzuhalten. Von kurios bis schön, banal bis rätselhaft. Die schönen Fassaden könnt Ihr euch im Netz z.B. Hier oder Hier anschauen.

Dachau hat heute einen wenig erfreulichen Bekantheitsgrad erreicht. In der Gedenkstätte Konzentrationslager Dachau wird diese kurze aber prägende Epoche Dachaus in Erinnerung gehalten. Bei dem Besuch stellten sich mir Fragen, auf die ich keine Antworten habe. Macht über andere Menschen auszuüben und in absoluter Abhängigkeit zu halten, wiederstrebt mir gänzlich. Eine Assoziation zu der TV-Serie Lost (ich habe gerade die dritte Staffel gesehen) wurde mir offensichtlich. Eine Gruppe Menschen stürzt bei einem Flugzeugabsturz auf eine Insel. Die Gruppe versucht zu überleben und wird von einer Gruppe “Anderer” überwacht, entfürt, im Ungewissen gehalten, somit ihrer Willkür ausgesetzt. Auf die Massentierhaltung heutzutage möchte ich nicht weiter Eingehen, obwohl ich auch hier eine Willkür erkenne, deren Verantwortung keiner tragen möchte. Ich finde das letzte Foto spricht für sich. Ich möchte Florian Nagler Architekten zu dem gelungenen Besucherzentrum (2009) gratulieren.